| Im Schatten zweier Weltkriege |
Chronik-Inhalt |
Die Jahre nach der großen Jubiläumsfeier von 1910 standen
bereits im Banne des drohenden ersten Weltkrieges. Die politische Einkreisung
Deutschlands zeichnete sich am Horizont immer deutlicher ab. Gewiß
herrschte Wohlstand im Lande, aber wer mit wachen Sinnen den Geschehnissen
folgte, vernahm das ferne unterirdische Grollen einer eisenstarrenden Zeit.
Der Schützen-Maskenball von 1911 ließ freilich noch nichts
davon ahnen. Hoch schlugen die Wogen des Frohsinns. Die festliche Veranstaltung
im Schießhaus führte die Teilnehmer um hundert Jahre zurück
in jene Tage, wo Lichtenfels zu dem umstrittenen Begleitnamen "Klein-Paris"
kam. Damals wurden die Lichtenfelser vom bayerischen Staat für ihre
alten Holzrechte abgefunden. Jeder forstberechtigte Hausbesitzer erhielt
drei bzw. sechs Tagwerk Waldbestand als Ablösungsgrundstock zugewiesen.
Das war ein Geschenk, mit dem viele Bürger nichts anzufangen wußten.
So setzte man den weiten Wald, der von der neuen Coburger Staatsstraße
bis zum Weiler Hammer und fast bis Seehof reichte, in Geld um. Ein flüchtiger
Wohlstand zog in den Mauern der Stadt ein. Die Bürger feierten Feste.
Was Küche und Keller zu bieten hatten, wurde genossen. Wein und Bier
flossen in Strömen. Jedoch der Rausch der Freude währte nicht
allzu lange. Schon wenige Jahre später war die Stadt ärmer denn
je. Ein Notstand zog ein, der erst nach dem Bahnbau 1844/45 langsam wieder
verebbte. Dieser göttliche Leichtsinn unserer Ahnen wurde für
eine kurze Nacht zu neuem Leben erweckt. Der Ball war ein durchschlagender
Erfolg. Ein Lichtbild, ein Geschenk von Hans Diroll, das 51 Teilnehmer
festhält, befindet sich als heitere Erinnerung im Stadtarchiv. Es
zeigt die frohe Ausgelassenheit unserer Schützen. >>>>>
Ende Oktober 1911 wurde auch ein alter Brauch zu neuem Leben erweckt,
der schon im 17. Jahrhundert in Übung war. Die Lichtenfelser Scharfschützen
statteten dem Staffelsteiner Freihandschützenverein einen Freundschaftsbesuch
ab. Das "Staffelsteiner Tagblatt" schrieb über dieses Ereignis ganz
im Zeitgeist jener Tage: "Es waren Damen und Herren aus den vornehmsten
Kreisen von Lichtenfels, die abends unser Schützenheim, das gastliche
Haus unseres Schützenmeisters Herrn Hoflieferanten Ambros Brütting,
belebten. Die Eleganz der Toiletten, der ungezwungene heitere und doch
vornehme Ton der illustren Corona harmonierte vorzüglich mit dem stilvoll
restaurierten Saale. Von den Staffelsteiner Vereinsmitgliedern hatten sich
auf persönliche Einladung ebenfalls eine stattliche Anzahl Herren
und Damen eingefunden, die kräftig in die gemeinsam gesungenen Liedertexte
mit einstimmten und die besonderen musikalischen und gesanglichen Darbietungen
der nachbarlichen Schützen durch stürmischen Applaus würdigten.
>>>>>
Die Herren Schützenmeister Schardt, Lichtenfels, und Ambros Brütting,
Staffelstein, hoben in kernigen Trinksprüchen das schöne Einvernehmen
der Kgl. priv. Schützengesellschaft Lichtenfels und des Staffelsteiner
Freihandschützenvereins hervor mit dem Wunsche, daß es allzeit
so bleiben möge. Der Abend wurde mit einem Tanzvergnügen heiter
beendet, wozu die Lichtenfelser Schützen sechs Mann Musik mitgebracht
hatten.
Anläßlich des Freischießens, am 14. Juli 1912, wurden
drei Jubilare für 50- bzw. 25jährige Zugehörigkeit geehrt:
Alt-Bürgermeister Adam Wenglein (50 Jahre), Job. Baptist Dehler und
Heinrich Schardt (je 25 Jahre). Das blendend weiße Gedeck sowie den
reichen Tafelschmuck zum Festessen stellte Kommerzienrat Georg Krauss aus
seiner Schatzkammer. Wenglein erhielt einen prachtvollen Sessel, Dehler
einen silbergravierten Spazierstock und Schardt eine wertvolle Standuhr.
Die vielen Reden und Trinksprüche, die bei diesem Anlaß gehalten
wurden, atmeten noch den unbeschwerten Geist reichen Wohlstandes und langer
Friedensjahre. Wenglein, ein alter deutscher Burschenschaftler, führte,
gleichwie Schützenkommissar, Bezirksamtmann Dr. Hofmann, den Teilnehmern
die große Einigung des deutschen Volkes vor Augen. Es war, wie ein
Berichterstatter schrieb, eine Festivität, bei der man lachen und
weinen konnte. Der Andrang sowohl zu diesem Schützenfest, wie zu den
folgenden von 1913 und 1914 war ungeheuer. Die alte Anziehungskraft des
Lichtenfelser Freischießens bewährte sich in selten schöner
Weise. >>>>>
Der erste Weltkrieg, der am 28. Juli 1914 mit der Kriegserklärung
Österreichs an Serbien eingeleitet wurde, beendete für mehr als
vier Jahre jede praktische Tätigkeit der Schützengesellschaft.
Bereits in der ersten Dezemberhälfte 1914 wurde das Schießhaus
von der Heeresverwaltung beschlagnahmt und als Militärlazarett zur
Unterbringung verwundeter Krieger eingerichtet. Insgesamt konnten 28 Kranke
aufgenommen werden. Das Lazarett wurde bis Kriegsende aufrechterhalten.
Seitens des Roten Kreuzes wurde für diese Jahre zwar insgesamt ein
Pachtbetrag von 5000 Mark entrichtet, da die Instandsetzung des Hauses
nach Aufhebung des Lazaretts aber insgesamt 4921,76 Mark verschlang, blieb
der Schützengesellschaft nur ein scheinbarer Überschuß
von rund 78 Mark. In den Kriegsjahren war auch kein Mitgliederzugang zu
verzeichnen. Erst 1919 traten wieder 25 Herren neu der Gesellschaft bei.
Ebenso mußte in den Jahren 1915-1918 auf die Durchführung der
Schützenfeste verzichtet werden.
Für den damals herrschenden abnormen Zustand nur ein Beispiel!
Im Jahre 1918 wurde u. a. der Kupferblitzableiter auf dem Schießhaus
von der Heeresverwaltung beschlagnahmt und abgenommen. Dafür wurde
eine Entschädigung von 100,65 Mark gewährt. Als Ersatz mußte
ein Blitzableiter aus einfachern Draht beschafft werden. Die Montierungskosten
für diesen Notersatz beliefen sich allein auf 264 Mark. >>>>>
Nach fünfjähriger Pause konnte am 3. August 1919 erstmals
wieder das "Freischießen", jedoch nur bei dreitägiger Dauer
durchgeführt werden. Der Chronist würdigte das Schießen
mit folgenden Worten: js war das altgewohnte, anmutige, so viel Jahre vermißte
Bild, das der Festzug, der sich unter den Klängen der Bamberger Militärmusik
und unter Teilnahme der eingeladenen Vereine nach dem Schießanger
bewegte; und doch war - etwas anders wie sonst. Die Zeiten haben sich geändert
und auch die Menschen. Die reine Festesfreude und Stimmung kam nicht zum
Durchbruch. Der erste Schützenmeister Kommerzienrat Krauss streifte
bei der Preisverteilung die durch den unglücklichen Kriegsausgang
herrschende Stimmung und erklärte, das Schützenmeisteramt habe
sich trotz dieser Sachlage in der Frage der Abhaltung des Volksfestes von
dem Gedanken leiten lassen, sowohl den berechtigten Ansprüchen der
Mitglieder, als auch einer alten Tradition Rechnung zu tragen.
Im Jahre 1920 wurde die elektrische Beleuchtung im Schützenhaus
restlos erneuert und modernisiert.
Das Schützenfest 1921 stand bereits im Zeichen der Inflation.
Die Gesamteinnahmen betrugen zwar 48.564,21 Mark, die Ausgaben jedoch
kletterten ebenfalls fast auf die gleiche Höhe, 46.125,25 Mark, hinauf,
so daß gerade noch eine Abgleichung möglich war.
Noch schlimmer war der Stand beim Freischießen im Jahre 1922.
>>>>>
| Einnahmen |
104.610,91 Mark
|
| Ausgaben |
98.454,95 Mark
|
| Kassenbestand |
6.155,96 Mark
|
Völlig aus den Angeln gehoben wurden aber alle Verhältnisse
im Jahre des Inflationswahnsinnes 1923. Die Abschlußrechnung dieses
Vereinsjahres ergab an Einnahmen 236 Billionen-, 449 Milliarden, 024 Millionen
und 923 382 Mark und sechs Pfennig.
Mit einem Kassenbestand von 207 Billionen wurde die Rechnung abgeschlossen.
Aber eine Monteurstunde kostete damals allein 51.000 Mark und eine Sicherungspatrone,
geliefert von der Überlandzentrale 330.000 Mark. Trotz eines ungeheuren
Überschwanges an Papiergeld, war die Gesellschaft praktisch von allen
Betriebsmitteln entblößt. Erst die Jahre 1924 und 1925 stellten
das wirtschaftliche Gleichgewicht wieder her.
Die Jahresabgleichung für 1924 zeigt:
| in Einnahmen |
12.365,03 Mark
|
| in Ausgaben |
9.033,96 Mark
|
| Überschuß |
3.331,07 Mark
|
Im Jahre 1925 stiegen die Umsätze:
| Einnahmen |
16.078,25 Mark
|
| Ausgaben |
14.117,71 Mark
|
| Kassenbestand |
1.960,54 Mark
|
War das Schützenfest über hundert Jahre lang unbestritten
der alleinigen Verantwortung der Schützengesellschaft überlassen
und gewissermaßen zu einem Privileg der Scharfschützen geworden,
so zeigten sich 1925 im Stadtrat Bestrebungen, die dieses uralte Herkommen
zu beschneiden oder aufzuheben beabsichtigten. Am 25. Mai 1925 faßte
der Stadtrat den Beschluß, mit der Schützengesellschaft Verhandlungen
auf der Basis einer Entschädigung für die Überlassung des
Angers zum Freischießen zu führen. Vierzehn Tage später,
am 8. Juni 1925, wurde dieses Vorhaben nach mündlichen Verhandlungen
jedoch wieder aufgehoben und die Lösung der Frage auf einen unbestimmten,
späteren Zeitpunkt verschoben.
Am 20. September 1925 konnte die Scharfschützengesellschaft zu
einer seltenen Ehrung schreiten. Ehrenschützenmeister Kommerzienrat
Georg Krauss feierte das Goldene Schützenjubiläum. Mit warmen
Worten wurden die hohen Verdienste des Jubilars um die Schützensache
hervorgehoben. Der Vorsitzende des oberfränkischen Schützenbundes
Dr. Richter, Bayreuth, übermittelte aus diesem Anlaß ein Glückwunschtelegramm
vom Protektor des Bayerischen Schützenverbandes, Prinz Alfons von
Bayern. Der Jubilar wurde zum Ehrenschützenmeister des oberfränkischen
Schützenbundes ernannt und ihm zugleich die Ehrenschleife des Verbandes
(Prinz-Alfons-Erinnerungszeichen) überreicht. Die Coburger Kapelle
Mäurer umrahmte den festlichen Abend in würdiger Weise. Bei gleichem
Anlaß wurde ferner der 25jährigen Zugehörigkeit der Mitglieder
Heinrich Schardt, Hieronymus Bähr und Paul Popp gedacht. Das Deutschlandlied
beschloß den offiziellen Teil dieser würdevollen Zusammenkunft.
Das Jahr 1926 brachte eine Verbesserung der Abortverhältnisse
im Schießhaus. Im darauffolgenden Jahr folgte der Bau eines Kleinkaliberschießstandes.
>>>>>
Besondere Bedeutung hatte das Jahr 1927. Die Scharfschützen griffen
den 1872 mit großem Erfolg erstmals durchgeführten Gedanken
der Abhaltung eines Kinderfestes in Verbindung mit dem Freischießen
wieder auf. Am Sonntag, den 28. August 1927, sammelte sich die Lichtenfelser
Jugend in der Äußeren Kronacher Straße zum Festzug, der
über den Marktplatz zur Coburger Straße auf den Schützenanger
geführt wurde. Die Knaben, ausgestattet mit weiß-blauen Fähnchen,
die Mädchen in weißen Kleidern, so setzte sich um 15 Uhr der
Zug in Bewegung. Mitglieder der Scharfschützengesellschaft in schmucker
Schützenjoppe und Jägerhut, das uniformierte Pfeifer- und Trommlerkorps
der Freiwillligen Sanitätskolonne, die Vereinigte Musikkapelle Michelau
in schwarzer Wichs, Gendarmeriebeamte, Schutzleute und Mitglieder der Freiwilligen
Sanitätskolonne in Uniform, sowie Turner in grauer Joppe lockerten
den langen Zug auf. Aber auch schmucke Kindergruppen, so der 11 Hochzeitslader"
und eine Radfahrergruppe waren vertreten. Ferner die Turnerjugend in weißem
Anzug, eine Kindergruppe in Rokoko-Tracht, ein Miniaturauto mit Blumenschmuck,
eine Gruppe guirlandentragender Mädchen und der Prachtwagen mit einer
Blumenkrone. Auf dem Festplatz begrüßte zweiter Bürgermeister
Fickentscher namens der Stadt die fröhliche Kinderschar und beglückwünschte
sie zu ihrem ersten Kinderfest in Lichtenfels. Der Dank des Redners galt
der Scharfschützengesellschaft, die das Fest so herrlich durchgeführt
hatte. >>>>>
Obwohl die Stadt im darauffolgendem Jahr mit Rücksicht auf ihre
ungünstige finanzielle Lage die Gestellung eines Zuschusses ablehnen
mußte, konnte das Kinderfest doch auch 1928 wieder mit bestem Erfolg
durchgeführt werden. An freiwilligen Spenden gingen 416 Mark ein,
so daß das Werk zunächst gesichert blieb. In den folgenden Jahren
wurde das Kinderfest zu einem festen Bestandteil des Freischießens.
jeweils der Donnerstag gehört nunmehr zur Freude der Stadt und des
Umlandes restlos der Jugend.
Der Kleinkaliberstand wurde am 3.Februar 1928 dem Krieger- und Veteranenverein
zur Ausbildung der Jugend im Waffensport überlassen.
Im Wirtschaftsnotjahr 1932 stellte die Scharfschützengesellschaft
der Stadt 200 RM. zur Verfügung. Rechtskundiger Bürgermeister
Ullenberger dankte aus diesem Anlaß mit folgenden Worten: "Wir bestätigen
Ihnen die Einzahlung von RM. 200.- für die diesjährige Winterhilfe
und sprechen Ihnen für diese hochherzige Spende, die Sie in geradezu
vorbildlicher Weise durch selbstlosen Verzicht auf Ihr diesjähriges
Faschingsvergnügen ermöglichten, den herzlichsten Dank aus".
>>>>>
Das Jahr 1933 brachte mit der Machtübernahme durch Hitler die
Gleichschaltung der Gesellschaft im Sinne der Richtlinien der National-Sozialistischen
Deutschen Arbeiterpartei. Der Versuch, diesem Eingriff nach Möglichkeit
sich zu entziehen, blieb erfolglos. Noch am 3. März 1933 lehnte 1.
Schützenmeister Wilhelm Fickentscher die offizielle Teilnahme der
Scharfschützen an einer öffentlichen Parteikundgebung ab. Der
Deutsche Schützenbund, so schrieb er, stehe mit seinen Schützenvereinen
auf vaterländischem Boden, die Teilnahme an politischen Kundgebungen
sei deshalb nur möglich, wenn die Regierung oder die Gesamtheit der
vaterländischen Verbände zu einer Veranstaltung aufrufe.
Am 14. Mai 1933 folgte innerhalb der Gesellschaft die Gründung
einer Kleinkaliberabteilung. Ihre Aufgabe war es, den Sport in den Reihen
der Jugend zu pflegen und durch diese Jungschützenabteilung der Altschützengesellschaft
den erforderlichen Nachwuchs zu sichern. >>>>>
Die entscheidende Generalversammlung mit der Tagesordnung "Umstellung
der Satzungen auf das Führerprinzip" fand am 17. November 1933 im
Schützenhaus statt. Der 1. Schützenmeister Udo Krauss gab die
vom Führer des Deutschen Schützenbundes für die Neugestaltung
der Schützengesellschaften herausgegebenen Richtlinien und Vorschriften
bekannt. Bisher war die Bayerische Schützenordnung von 1868, zuletzt
in der revidierten Fassung von 1903, für die Gesellschaft gültig
gewesen. Die neuen Satzungen, die in der Hauptsache auf die Durchführung
des Führerprinzipes ausgerichtet waren (Wahl eines Führers, seines
Stellvertreters und zweier Kassenprüfer, während Beiräte
und Mitarbeiter vom Führer bestimmt wurden), wurden von der Gesellschaft
angenommen. Auf die Beibehaltung des guten alten Namens "Kgl. priv. Scharfschützen-Gesellschaft"
wurde Gewicht gelegt. Da jedoch das königliche Privilegium durch die
neuen Verhältnisse praktisch unwirksam wurde, führte man vorerst
gewissermaßen provisorisch den Namen "Priv. Scharfschützen-Gesellschaft
Lichtenfels" ein. Udo Krauss fand bei dieser Versammlung herzliche Worte
des Dankes an das ehemalige bayerische Königshaus für die Förderung,
die es der Gesellschaft stets hatte ange.deihen lassen. Die Wahl eines
Führers schien zunächst auf unüberwindliche Schwierigkeiten
zu stoßen, da Udo Krauss die Leitung der Gesellschaft nicht mehr
übernehmen wollte. Schließlich mußte er sich aber doch
der einmütigen Willensäußerung seiner Schützenfreunde
beugen. Als Stellvertreter wurde der bisherige 2. Schützenmeister
Hans Frank gewählt. Durch die Wahl dieser beiden Persönlichkeiten
war ohne wesentliche Erschütterungen der gedeihliche Fortbestand der
Gesellschaft auch unter den veränderten Verhältnissen gesichert.
Der Wille der übergroßen Mehrheit der Mitglieder ging dahin,
die Gesellschaft abseits der Tagespolitik im alten sportlichen und kameradschaftlichen
Geist fortzuführen. >>>>>
Anfangs März 1933 beteiligte sich die Scharfschützengesellschaft
auch an der Feier des 75. Geburtstages von Ehrenschützenmeister und
Geheimen Kommerzienrat Georg Krauss. Dieser dankte in einem überaus
herzlich gehaltenen Schreiben für die ihm zuteil gewordenen Ehrungen.
Die Totalitätsansprüche der NSDAP auf allen Gebieten erzeugten
zweifellos indirekt eine ernste Lähmung sämtlicher damals bestehender
Vereine. Auch die Scharfschützengesellschaft erkannte diese Gefahr,
was aus dem Rundschreiben des 1. Schützenmeisters Udo Krauss hervorging,
das er anläßlich des Freischießens am 12. 7. 1934 bei
den Mitgliedern in Umlauf setzte: "Kein aktiver darf beim Schützenauszug
fehlen. Nur allertriftigste Gründe können in diesem Jahr Geltung
haben für die Nichtbeteiligung am Schützenzug. Wir müssen
durch eine imposante Beteiligung an unserem Freischießen und insbesondere
auch wieder am Schützenauszug der Bevölkerung zeigen, daß
wir noch Lebenswillen und Lebensberechtigung haben, daß wir nach
wie vor treu und mit Interesse zu unserer Schützensache stehen.
Das Jahr 1934 brachte auch eine Neuorganisation des Schützenwesens.
Der Schützenkreis Oberfranken im Gau Franken setzte sich nunmehr aus
5 Kreisen zusammen: >>>>>
A. Kreis I (Kronach, Teuschnitz)
B. Kreis II (Kulmbach, Stadtsteinach)
C. Kreis III (Bayreuth, Berneck, Pegnitz)
D. Kreis IV (Coburg, Lichtenfels, Staffelstein)
E. Kreis V (Bamberg, Eberrnannstadt, Forchheim, Höchstadt a. d.
A.)
Zum Kreissportleiter des Kreises IV wurde Schützenmeister Udo
Krauss, Lichtenfels, ernannt.
Dem Kreis IV gehörten folgende 10 Vereine an: Schützengesellschaft
Coburg, Priv. Schützengesellschaft Lichtenfels, Schützengesellschaft
Neustadt, Schützengilde "Jägersruh" Neustadt, Schützengesellschaft
Rodach, Teschin-Schützenverein Rodach, Priv. Schützengesellschaft
Sonnefeld, Schützengesellschaft Weidhausen, Teschin-Schützenverein
Lempershausen bei Rodach und die Schützengesellschaft Marktzeuln.
>>>>>
Ab März 1935 wurde jedoch dieses Regelung wieder aufgehoben und
die hiesige Priv. Scharfschützengesellschaft dem Gau Bayerische Ostmark
des Deutschen Schützenbundes, Sitz Regensburg, zugeteilt. Als Vertrauensmann
für Turnen und Sport im Kreis Lichtenfels wirkte bis 1945 Steueramtmann
Christian Ackermann, Lichtenfels/Weismain.
Beim Schützenfest 1935 wurden erstmals Mannschaftskämpfe
im Kleinkalibersport durchgeführt. Aufgerufen hierzu wurden alle Formationen
der NSDAP sowie alle Schießsport treibenden Organisationen und Vereine.
Erzielt sollten weniger Spitzenleistungen Einzelner werden, als vielmehr
gute Gemeinschaftserfolge. An diesem Mannschaftsschießen nahmen teil
die SA, der Arbeitsdienst, der Bahnschutz, die SS, das Fliegerkorps, der
Postschutz und die Kraftfahrkorps-Verbände.
Bei erwähntem Schützenfest, das 125. seit Bestehen der Gesellschaft,
nahmen am herkömmlichen Auszug erstmals auch die politischen Formationen
der NSDAP teil. Vom Jungvolk und der Hitlerjugend bis zur Arbeitsfront
und den vielen Sturmabteilungen war alles vertreten. Es war wieder ein
echtes Volksfest. Schützenmeister Udo Krauss konnte bei seinem Rückblick
auf den Verlauf des Schießens befriedigt feststellen, daß mehr
als 200 Schützen zum Schießsport angetreten waren, eine für
Lichtenfels über alles Erwarten große Zahl. >>>>>
Gerade diese Verbreiterung war für den Stadtrat entscheidend,
zu prüfen, ob nicht forthin die Stadt als Träger des Schützenfestes
auftreten sollte. Am 30. April 1936 übermittelte der Bürgermeister
der Schützengesellschaft folgendes Schreiben: "Ich gebe Ihnen heute
schon hiervon Kenntnis, daß die Stadtverwaltung beabsichtigt, das
diesjährige Schützenfest von sich aus zu gestalten und als allgemeines
Volksfest zur Durchführung zu bringen". Selbstverständlich war
man in Schützenkreisen nicht gewillt, das gute alte Recht aus der
Hand zu geben. So antworteten die Schützenmeister am 12. Mai 1936,
eine Übernahme des Schützenfestes für dieses Jahr könne
keinesfalls in Frage kommen, da die Vertragsabmachungen und sonstigen Vorbereitungen
längst abgeschlossen wurden, es sei denn, die Stadt übernehme
alle Verpflichtungen der Scharfschützengesellschaft. Gleichzeitig
sah sich die Scharfschützengesellschaft veranlaßt, ihre Bedenken
gegen das Vorhaben des Stadtrats zu äußern. Unter Hinweis auf
die mehr als hundertjährige Tradition bedauerte man, an einer Veranstaltung,
die zwar den Namen "Freischießen" trage, in Wirklichkeit aber nur
zu einem inhaltslosen Volksfest werden solle, nicht mehr mitwirken zu dürfen.
Die Schützengesellschaft halte daran fest, ihr traditionelles Schützenfest
selbst zu veranstalten und durchzuführen. >>>>>
Bei der üblichen Eröffnungsfeier des Freischießens,
am 12.Juli 1936, kam 1. SchützenMeister Udo Krauss in der Festansprache
nochmals auf diese Bestrebungen zurück. Er führte aus, vor nicht
langer Zeit wollte es scheinen, als ob das Schützenfest 1935 das letzte
seiner Art gewesen sein sollte. Dann aber ist es in wohlwollenden Verhandlungen
zwischen der Stadtverwaltung und maßgebenden Herren der Partei und
der Gesellschaft anders gekommen. Die Schützengesellschaft dankt für
das bewiesene Wohlwollen und Entgegenkommen. Sie wird dafür sorgen,
daß das Schützenfest den Charakter eines allgemeinen Volksfestes
behält und jeder Volksgenosse von "seinem Fest" sprechen kann, welches
Schützen- und Volksfest zugleich bleiben solle.
Die Generalversammlung im März 1937 nominierte auf Vorschlag des
scheidenden Vereinsführers Udo Krauss zu seinem Nachfolger den zukünftigen
Bürgermeister der Stadt Lichtenfels, Wilhelm Krautheim.
Die Mitglieder sahen in ihm den Garanten für den Fortbestand der
Lichtenfelser Schützensache im Sinne alter bewährter Traditionen.
Die nächsten Jahre standen im Zeichen einer beachtlichen Aufwärtsentwicklung
des gesellschaftlichen Lebens und des Schießsportes. Wider Erwarten
erlebte die Gesellschaft einen bemerkenswerten Mitgliederzuwachs. >>>>>
Das Jahr 1937 brachte verschiedene Verbesserungen in der Schießhausküche.
Ferner wurde das Schützenfest durch Angliederung eines "heiteren Kinderfestes"
um einen Tag verlängert. Letzterem war ein voller Erfolg beschieden.
Allgemein wurde die Erwartung ausgesprochen, das Kinderfest möge nun
endgültig zu einer bleibenden Einrichtung werden. Zur Durchführung
des Kinderfestes wurden aus Vereinsmitteln eigens 600 Mark aufgewendet.
Als Neuerung folgte in diesem Jahr am 16. Dezember 1937 auch die Durchführung
eines Hubertusschießens.
Verschiedene Bauarbeiten mußten 1938 in Angriff genommen werden.
So erfolgte die Umgestaltung des Einganges, ferner der Bau eines neuen
Schießstandes mit Blenden sowie die Erweiterung des Kleinkaliberschießstandes
Das Schützenfest 1938 wurde auf die Dauer von acht Tagen ausgedehnt.
Der Freitag, der bei dieser Regelung an sich zu einem ruhigen Tag geworden
wäre, konnte durch Einschaltung des großen Feuerwerkes zu einem
Hauptanziehungspunkt gestaltet werden. Kinderfest und Feuerwerk brachten
unerwartet reichen Besuch. >>>>>
Nur wenige Wochen vor Ausbruch des zweiten Weltkrieges konnte in der
zweiten Julihälfte 1939 das Schützenfest nochmals im vollen Glanz
durchgeführt werden. Aus diesem Anlaß wurde das sogenannte Eßzimmer
umgebaut und wesentlich verbessert. Am Kinderfest beteiligten sich erstmals
auch die Schulen der Nachbarorte Kösten, Mistelfeld, Schney, Seubelsdorf
und Trieb, wobei die einzelnen Klassen eigene farbenfrohe Gruppen stellten.
Die Festkonzerte bestritten unter lebhafter Zustimmung der Allgemeinheit
wieder zwei Militärmusikkapellen, das Luftwaffen-Musikkorps Eger mit
Musikmeister Popp und das Reitermusikkorps Bamberg mit Musikmeister Heinlein.
Der zweite Weltkrieg führte abermals zu einer Lähmung der
Vereinsarbeit. Von Februar bis August 1940 nahm ein Landesschützenbataillon
das Schützenhaus in Anspruch. Im Dezember 1940 zogen Teile des Inf.-Batl.
Hermann ein. Diese Truppe benutzte auch die Schießstände. Am
3.April 1941 verließ das Batl. Hermann wieder die Stadt. >>>>>
Wenn auch während des Krieges an eine Durchführung des Freischießens
nicht zu denken war, konnten doch die Schießübungen in beschränktem
Umfang weitergeführt werden. Als Ersatz wurde am 11.April 1942 für
das Kriegs-Winterhilfswerk ein Opferschießen unter Mitwirkung des
Inf.-Ersatz-Regts. 231 unter Musikkorpsführer Stabsfeldwebel Hacker
veranstaltet. Ferner fand am 26.Juli 1942 ein Kriegsschießen statt.
Geschossen wurde mit Scheibengewehr, Wehrmannsbüchse und Kleinkaliber.
An letzterer Veranstaltung nahmen auch Mitglieder der Schützengesellschaften
Altenkunstadt, Ebensfeld, Marktzeuln, Michelau, Schney und Weismain sowie
die Zimmerstutzenschützen Lichtenfels und Angehörige der Reichsbahn
Lichtenfels teil.
Am 24. Oktober 1943 konnte nochmals ein Kriegsabschießen und
am 30.April 1944 auch ein SA-Wehrschießen auf den Scheibenständen
abgehalten werden, obwohl das Schießhaus ab 16.August 1943 der Landkreisverwaltung
(Rotes Kreuz) als Reservekrankenhaus zur Verfügung stand.
Während der 2. Schützenmeister Willy Peter in Abwesenheit
des zum Kriegsdienst eingezogenen 1. Schützenmeisters W. Krautheim
die Scharfschützengesellschaft glücklich über den Krieg
hinüberbrachte, betreute Jugendwart Josef Zitzmann eine beachtlich
starke, bis zuletzt begeisterte Jungschützenabteilung.
Der Krieg ging seinem Ende entgegen. Der totale Zusammenbruch zeichnete
sich an allen Fronten und in der Heimat ab. >>>>>
Trotz der verschiedenartigen Verwendung konnte das Schießhaus
in seiner Inneneinrichtung glücklich über diese Jahre hinweggebracht
werden. Dies änderte sich aber jäh Mitte April 1945, als mit
der Besetzung der Stadt durch die Amerikaner vorübergehend viele Ostarbeiter,
die sich hier befanden und die noch aus den umliegenden Dorfschaften Zuzug
erhielten, vom Schießhaus Besitz ergriffen. Nun wurde nach Herzenslust
geplündert und zerstört. Die deutschen Polizeikräfte waren
außer Dienst gesetzt und machtlos. In diesen Tagen ging das alte
wertvolle Scheibenmaterial bis auf wenige Stücke restlos verloren.
Auch der Bestand des Schützenarchivs, das in einem feuersicheren Stahlschrank
verwahrt war, mußte Haare lassen. Ab 26.Juli 1945 wurde das Schützenhaus
als Massenquartier zur Unterbringung von Flüchtlingen herangezogen
sowie gleichzeitig der zweite Bürgermeister Johann Unrein als Treuhänder
für das Schießhaus bestellt. Jedoch die Wunden, die 1945 dem
Schießhaus geschlagen wurden, konnten für eine Reihe von Jahren
nicht geschlossen werden. >>>>>
Die Priv. Scharfschützengesellschaft: war praktisch ausgeschaltet.
Sie bestand nicht mehr, sie war auch ohne rechtliche Vertretung.
Keinesfalls abgestorben war aber der gute alte Schützengeist.
Der Wille, das Schützenwesen wieder zu neuer Blüte zu wecken,
lebte sowohl bei der Stadt, wie bei allen Mitgliedern.
Da das Ziel unter der Besatzungsmacht auf dem geraden Wege nicht zu
erreichen war, mußte zunächst versucht werden, einen Übergangszustand
zu schaffen durch Bildung einer Vereinigung, die für Wart und Pflege
des Schießhauses sorgte und auf diese Weise dessen Besitzstand sicherte.
Dieser Schritt gelang am 29.April 1948 durch Bildung des "Gesellschaftsvereins
Lichtenfels". Die Gesellschaft bezeichnete sich als gemeinnützig und
unpolitisch. Sie bezweckte die Pflege und Förderung kultureller Veranstaltungen
im Schützenhaus. Weiter bezeichnete der Verein es als seine Aufgabe,
die Rechte seiner Mitglieder auf das Vermögen der ehemaligen Schützengesellschaft
wahrzunehmen. >>>>>
Unterzeichnet war dieser Gründungsbeschluß von Ferdinand
Ament, Martin Bähr, Theodor Born, Rudi Buchka, Willi Dröscher,
Hans Klee, Richard Philipp und Ernst Vogel.
Am 6.November 1948 wurde der neue Verein beim Amtsgericht Lichtenfels
- Registergericht in das Vereinsregister für Lichtenfels Band 11 Nr.
80, Seite 89, eingetragen. Der Vorstand setzte sich zusammen aus dem Vorsitzenden,
dem stellvertr. Vorsitzenden, dem Schriftführer und dem Kassier. Vorsitzender
war der Korbfabrikant Udo Krauss, sein Stellvertreter der Kaufmann Heinrich
Spörl.
Der Gesellschaftsverein zählte am 6.November 1948 bereits 98 Mitglieder.
Am selben Tag (6.11.1948) stellte Udo Krauss zugleich beim Bayerischen
Landesamt für Vermögensverwaltung und Wiedergutmachung in Coburg,
Bahnbofstraße 39, den Antrag auf Freilassung der Priv. Scharfschützengesellschaft
Lichtenfels mit der durch das Landesamt ausgeübten Vermögenskontrolle.
>>>>>
Das Schützenhaus war nach dem 2.Weltkrieg Eigentum des Freistaates
Bayern geworden, da die Schützengesellschaft nicht mehr bestand und
nicht mehr wiedergegründet werden durfte.
Um die Gefahr zu bannen, dass das Haus als Kino oder Sonstiges in Beschlag
genommen wurde, gründete man den Gesellschaftsverein.
Die außerordentliche Generalversammlung vom 17.November 1948
änderte die Satzung des Gesellschaftsvereins in zwei wesentliche Punkten.
Zunächst wurde der alte Name "Priv. Scharfschützengesellschaft
Lichtenfels" wieder eingeführt.
Weiter erhielt § 2 der Satzung folgenden Wortlaut-
"Die Gesellschaft ist ein gemeinnütziger unpolitischer Verein.
Sie bezweckt kulturelle und gesellschaftliche Veranstaltungen sowie sportliche
Betätigung unter den Mitgliedern zu pflegen und zu fördern, soweit
dies nach den Gesetzen der Militärregierung zulässig ist."
Als Unterzeichner traten diesmal auf: Rudi Buchka, Fritz Koch, Hans
Mahr, Heinrich Münch, Richard Philipp, Hans Scheuring und Ernst Vogel.
Am 15.Dezember 1949 wurde die Priv. Scharfschützengesellschaft
wieder unter ihrem alten Namen in das Vereinsregister eingetragen.
Der Verein bemühte sich in der Übergangszeit redlich um die
Ordnung der Finanzen. Durch zwei freiwillige Sammlungen unter den Mitgliedern
wurde der Betrag von 2.265 Mark aufgebracht. Weiter stiftete Fabrikant
Konrad Wagner zur Förderung des guten Zweckes gesondert 1.000 Mark.
Das herkömmliche Freischießen führte vom 17. mit 24.Juli
1949 der Stadtrat Lichtenfels als "Volksfest" mit Kinderfest und Trachtenzug
durch. Im darauffolgenden Jahr, vom 15. mit 23.Juli 1950, war die Schützengesellschaft
nach einer Pause von zehn Jahren erstmals wieder in der Lage, das traditionelle
Schützenfest aus eigener Kraft durchzuführen. Nachdem Udo Krauss
gesundheitshalber sein Amt als erster Schützenmeister niederlegen
mußte und er aus diesem Grund zum Ehrenschützenmeister ernannt
wurde, übernahm die Nachfolge Gaswerksdirektor Willy Peter. >>>>>
Im Februar 1956 wurde Willy Krautheim zum ersten Schützenmeister
einstimmig gewählt.
Die letzten zehn Jahre (1950-1960) waren ausgefüllt mit reicher
und wertvoller Aufbauarbeit. Die Priv. Scharfschützengesellschaft
bewältigte in diesem Jahrzehnt eine Fülle großer Aufgaben.
Sie stellte nicht nur ihren guten alten Namen wieder her, sie wuchs
gesellschaftlich und sportlich über sich selbst hinaus. Sie wurde
unbestritten zu einer Hochburg im Vereinsleben der Stadt und des Umlandes.
Was hier Gemeinschaftsgeist unter guter Führung zustande brachte,
verdient besonders ehrende Berücksichtigung. Es bleibt Sache der führenden
Männer der Gesellschaft, zu diesem Aufstieg selbst das Wort zu ergreifen,
um Freud und Leid, Sport und Vergnügen, Kameradschaft und Tradition
recht zu würdigen.
Der Aufstieg in den letzten Jahren war stolz und ehrenvoll. >>>>>
Die Kgl. priv. Scharfschützen-Gesellschaft Lichtenfels lebt und
blüht und waltet, getreu dem Vorbild der Ahnen, besser denn je, sie
bildet einen starken, achtunggebietenden Fels im Zeitgeschehen unserer
Stadt.